Vorwort

"Als der Deutsche Ritterorden nach der Festigung seiner Herrschaft am Ende des 13.Jahrhundert das Staatsgebiet mit Burgen als Stützpunkte und Verwaltungssitze überzog, waren unter den Memelburgen Landeshut (das spätere Ragnit) und Splitter, das 1407 nach dem späteren Tilsit verlegt wurde, dazu bestimmt, die Memelübergänge offenzuhalten. Sehr früh zeigte es sich mithin, das die Bedeutung dieser Orte nicht allein in ihrer Lage am Strom bestand, der die wichtige Ost-West-Verbindung ermöglichte, sondern ebenso in der Landverbinmdung von Süden nach Norden. Die kreuzförmihe Überschneidung je einer Land- und Wasserstraße hat seitdem die Gunst der geographischen Lage von Tilsit ausgemacht."

Prof. Dr. Walter Hubatsch

Soweit dieses Zitat als Einleitung zu den in diesem Teil gegebenen Informationen über die freie Kreisstadt Tilsit.




Luftaufnahme
Tilsit mit Blick auf die Königin-Luise-Brücke
(Bild: Sammlung Rausch)

Tilsit - gelegen unter 55o 2' nördlicher Breite und 21o 46' östlicher Länge leitet seinen Namen von dem Flüßchen Tilze (Tilse), Tilszelle ab, das dircht bei der Stadt in die Memel fließt. Das Wort ist von "tilßus" abzuleiten und bedeutet sumpfiger Fluß. Die Stadt liegt 12 m über dem Meer, links an der schiffbaren Memel.

Zum Stadtkreis gehören 18 Ortsteile (Wohnplätze). Die Größe des Stadtkreises beträgt 5901 ha mit einer Einwohnerzahl von 59.105 ( Stand: 17.05.1939).

Hier einige wichtige Daten:

  • 1365 Anlage einer Burg
  • 1407/08 Erbauung der Burg des Deutschen Ordens
  • 1552 Stadtrecht durch Herzog Albrecht; Deutsche Ordenskirche
  • 1757 Landeskirche; Königin-Luise-Brücke
  • 1752-55 Rathaus
  • 1807 Tilsiter Friede - Königin Luise/Napoleon
  • 1895 Tilsit wird kreisfreie Stadt
  • 1919 Tilsit wird durch Abtrennung des Memelgebietes zur Grenzstadt
  • 1939 Rückgabe des Memelgebietes

Tilsit war Kulturzentrum des Nordens Ostpreußens. Der Geburtsort des Freiheitsdichters Max von Schenkendorf. Die Stadt ist in der Welt bekannt durch den Tilsiter Käse.


Weiter Informationen :
Institutionen der Stadt vor 1944
Topographisch-statistischen Daten
Auszug aus dem Handbuch über das Reichs-Postgebiet der Provinz Ostpreußen von 1878
Max von Schenkendorf
Unsere Tilsiter Berufsfeuerwehr (später Feuerschutzpolizei)
Tilsit und die Umgebung aus geologischer Sicht
Rund um's Rathaus:
Aus der Arbeit der Stadtverwaltung von 1900 bis 1945



Informationen
- Realgymnasium /Oberschule für Jungen zu Tilsit
- der Schulgemeinschaft (SRT)
- Klassenübersicht
- Lehrerkollegium
- Schüler-Suchliste
Buch - Hinweis

Lisbeth Buddrus
So geschah es.....








Über das Leben und Schicksal Tilsiter Juden wurde bisher sehr wenig berichtet. Nun hat die Stadtgemeinschaft Tilsit eine Broschüre herausgegeben, in der Hans Dzieran die schreckliche Geschichte der Familie Silberstein dokumentiert hat. Die Broschüre mit dem Titel
"Es begann in Tilsit" hat 36 Seiten und 28 Fotos.

Sie kann kostenfrei per E-Mail bei manfred.urbschat@tilsit-stadt.de oder telefonisch unter der Nummer 0371-642448 angefordert werden.



In Tilsit machte man im Jahr 2009 eine aufsehenerregende Entdeckung. Bei der Renovierung einer Kaserne kamen 36 Fresken zum Vorschein, auf denen die zweihundertjährige Geschichte des Dragoner-Regiments Nr.1 verewigt ist.

In der Broschüre "Die Tilsiter Dragoner" wird auf den spektakulären Fund eingegangen und Aufschluss über die historische Vergangenheit des legendären Regiments gegeben. Das Heft hat 40 Seiten und 22 Bilder. Es kann bei der Stadtgemeinschaft Tilsit e.V. angefordert werden.

Stadtgemeinschaft Tilsit e.V.
- Postfach 241 -
D-09002 Chemnitz
Postkarte genügt Bezahlung erst nach Lieferung


Vor 66 Jahren mussten die Tilsiter den Verlust ihrer Heimatstadt erleben. Die Stadt fiel am 20. Januar 1945 in sowjetische Hand. Die von der Stadtgemeinschaft Tilsit herausgegebene Broschüre „Als Tilsit verloren ging“ geht der Frage nach, wie es zum Verlust der Stadt am Memelstrom kam und beschreibt auf 40 Seiten mit zahlreichen Karten und Fotos den Fall der Stadt aus militärhistorischer Sicht. Damit wird ein bisher vernachlässigtes Kapitel Tilsiter Vergangenheit aufgearbeitet und eine Lücke in der Stadtgeschichte geschlossen.
Das Heft ist auf Spendenbasis erhältlich und kann unter der
E-Mail-Adresse flogni2@freenet.de
angefordert werden


Wir danken der "Stadtgemeinschaft Tilsit e.V." und ihren Mitglieder für die Bereitstellung vieler Beiträge und Informationen . Ohne diese Mithilfe wäre diese Informationssammlung nicht so möglich gewesen.

Die "Stadtgemeinschaft Tilsit e.V.in der Landsmannschaft Ostpreußen" vereint, die aus Tilsit stammenden Ostpreußen deren Nachkommen sowie Freunde und Gönner der unvergessenen reizvollen Stadt an der Memel..
Weitere Informationen zur Stadtgemeischaft und zur Stadt Tilsit erhalten Sie auf der Internetseite der Stadtgemeinschaft Tilsit unter

http://www.tilsit-stadt.de


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© Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.
verfaßt am 01. Juni 1998
www.tilsit-ragnit.de
letzte Änderung dieser Seite : Sonntag, 20. Februar 2011